Presseaussendung des KH Schwarzach                                                       

 

Winterbilanz: 4.690 Patienten nach Pistenunfällen

- KH Schwarzach: "Gäste" stammten aus 46 Nationen
- 1.000 Paar Stützkrücken verordnet
- Schwerwiegend: Gipsverbrauch liegt bei 3,8 Tonnen jährlich

(08.04.2010, Schwarzach/Salzburg) - Die Wintersaison geht zu Ende und das Krankenhaus Schwarzach in Salzburg zieht eine Behandlungsbilanz: Zwischen Anfang Dezember und Ostern mussten nach Ski- oder Snowboardunfällen insgesamt 4.690 Patienten aus 46 Nationen versorgt werden, die "Gäste" stammten unter anderem aus so ski-exotischen Ländern wie Simbabwe, Südafrika oder Iran. Bemerkenswert: Über 1.000 Paar Stützkrücken wurden allein in den vier Wintermonaten verordnet.

Auch der Gips- und Bandagenverbrauch steigt im Winter drastisch an. Für die Stabilisierung der zahlreichen Knochenbrüche werden im Kardinal Schwarzenberg'schen Krankenhaus im Pongau jährlich rund 3,8 Tonnen Gips verbraucht. Alle elastischen Mullbinden zusammen genommen ergeben eine Länge von 4.800 Metern - das entspricht immerhin der Höhe des Mont Blanc.

Primar Franklin Genelin, Leiter der Unfallabteilung, zeigt sich sehr stolz auf sein Team: "Hohe Motivation, sehr erfahrene Mitarbeiter, gute Organisation, Verbesserungen bei der Umlagerung der Patienten und Optimierungen im Arbeitsablauf ließen uns die hohen Belastungen des harten Winters gut bewältigen. Alle Mitarbeiter - vom Operateur über die Pflegefachkräfte bis hin zur Verwaltung - haben einen wertvollen und wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Skisaison geleistet. Schwarzach betreut neben den Ski- und Snowboardunfällen auch noch alle anderen Verletzungsmuster mit der entsprechenden Qualität.“

Am "Stockerl": Österreich vor Deutschland und Dänemark

4.043 Skifahrer und 647 Snowboarder wurden im Krankenhaus Schwarzach nach Pistenunfällen behandelt, 1438 davon waren Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren. 691 Mal wurde ein operativer Eingriff vorgenommen (14,73 Prozent), 1.247 Fälle (26,59 Prozent) wurde stationär, der Rest ambulant versorgt.

Die meisten Pistenunfall-Patienten kommen aus Österreich (34,20 Prozent) und Deutschland (31,11 Prozent). Touristen aus Dänemark belegen im heurigen Winter noch vor Holland den unrühmlichen dritten "Stockerlplatz" in der Statistik des Schwarzacher Spitals. Auf den weiteren Plätzen folgen Briten, Belgier und Tschechen. Insgesamt waren Patienten aus 46 Nationen vertreten – jeweils eine Person auch aus Ländern wie Taiwan, Simbabwe, Iran oder den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Um schwere Verletzungen so weit als möglich zu vermeiden empfiehlt Primar Genelin allen Wintersportlern das Tragen eines Helms, gute Vorbereitung, kritische Selbsteinschätzung und bei Müdigkeit mehr Pausen einzulegen. "Der Helm setzt sich durch, das zeigt sich auch beim Rückgang der Kopfverletzungen,“ freut sich Primar Genelin.

4,4 Mio. Euro offene Auslandsforderungen

Die vielen Patienten aus dem Ausland bedeuten für das Krankenhaus Schwarzach aber auch eine Herausforderung in finanzieller Hinsicht, ist die Abrechnung und das Inkasso der Forderungen doch erheblich aufwendiger und vor allem zeitintensiver als bei österreichischen Versicherten. So summierten sich die offenen Forderungen des Spitals an ausländische Gastpatienten mit Ende 2009 auf über 4,4 Mio. Euro, das bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 80.000 Euro. "Spitzenreiter" ist hier Deutschland mit rund 2,5 Mio. Euro an offenen Patientenrechnungen.

Die Statistik der Wintersportunfälle im Krankenhaus Schwarzach:

Vergleich mit der Vorsaison

- Ski- und Snowboard- Unfallpatienten: 4.690 (Vergleichzeitraum Vorjahr: 4.460)

- Ski- und Snowboardunfälle Kinder: 1.438 (Vorjahr: 1.396)


Rückfragehinweis:

Mag. (FH) Eva-Maria Gumpenberger
Assistentin Personal & PR
Telefon: +43(0)6415/7101-2218
E-Mail: evamaria.gumpenberger@kh-schwarzach.at


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Im KH Schwarzach werden pro Jahr 3,8 Tonnen Gips verbraucht.

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Primar Franklin Genelin, Leiter der Unfallabteilung im KH Schwarzach, hat den ereignisreichen Winter mit seinem Team gut bewältigt.

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