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Skihelme: Schwere Kopfverletzungen
rückläufig
- Vor allem immer mehr Kinder tragen
einen Helm
- KH Schwarzach: Zahl der Skiunfallpatienten aber weiter hoch
(01.12.2009,
Schwarzach/Salzburg) - Der Beginn des Skiwinters ist auch Start der
Hochsaison in den unfallchirurgischen Abteilungen von Spitälern. Knie- und
Schulterverletzungen sind die häufigsten Folgen von Pistenunfällen,
schwerwiegender sind jedoch Kopfverletzungen. Im Krankenhaus Schwarzach in
Salzburg ist deren Zahl vor allem bei Kindern glücklicherweise rückläufig.
Der Grund: Immer mehr Kids tragen einen Helm.
"Die Gesamtzahl der Ski- und Snowboardunfälle ist in den letzten zehn
Jahren deutlich angestiegen", weiß Primar Franklin Genelin, Leiter der
Unfallabteilung im KH Schwarzach. "Allein im letzten Winter hatten wir
über 4.600 Unfallpatienten zu versorgen. Grund sind meist
Selbstüberschätzung und zu schnelles Fahren. Bei den schweren
Schädelhirntraumata können wir jedoch einen deutlichen Rückgang
feststellen. Sturzhelme sind immer mehr verbreitet."
Dies betrifft vor allem Kinder unter 16 Jahren. Sie machen rund ein
Drittel der Skiunfallpatienten im Krankenhaus Schwarzach aus, in der
letzten Saison erlitten nur mehr 29 Prozent von ihnen eine Kopfverletzung.
"Diese sind aber meist nur leichteren Grades, fast alle Kinder tragen
heute einen schützenden Helm", sagt Genelin. Er ist gegen eine
Helmpflicht, aber: "Ich empfehle das Tragen auf jeden Fall." Erfreulich:
Auch bei Erwachsenen ist die Zahl der Kopfverletzungen inzwischen
rückläufig, im vergangenen Winter lag diese bei nur 10 Prozent der
Skiunfallpatienten.
Gegen Helmpflicht
Auch der Fachverband der
österreichischen Seilbahnen spricht sich gegen eine Helmpflicht aus. "Die
Einführung einer gesetzlichen Helmpflicht ist aus unserer Sicht zu wenig
nachhaltig und eher kontraproduktiv für die Bewusstseinsbildung", meint
Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes. "Der Helm ist ein
wichtiger Schutz und wesentlicher Teil für die Sicherheit. Grundsätzlich
gilt es aber durch Bewusstseinsbildung mehr Wissen darüber zu erzielen,
wie man sich auf der Piste richtig verhält, sein Können richtig einschätzt
und die gesamte Ausrüstung ordnungsgemäß wartet." Die gemeinsamen Projekte
des Fachverbandes mit der ARGE "safer snow – more fun" in den vergangenen
Jahren, haben mitunter dazu beigetragen, dass eine sehr hohe freiwillige
Tragefrequenz erreicht wurde.
Den Wintersportlern empfiehlt Primar Genelin gute Vorbereitung, kritische
Selbsteinschätzung und bei Müdigkeit mehr Pausen einzulegen. Das sagt
einer der es wissen muss: Genelin ist mehrfacher Ärzteweltmeister im
alpinen Skilauf und seit über 50 Jahren unfallfrei auf Skipisten
unterwegs. "Dazu gehört natürlich auch viel Glück", so der Schwarzacher
Primar. Generell gehört Skifahren nicht zu den gefährlichsten Sportarten:
Laut Statistik der Gasteiner Bergbahnen kommt nur ein gemeldeter Unfall
pro 15.000 Abfahrten vor. Vergleichsweise höher ist das allgemeine
Verletzungsrisiko beim Radfahren, Fußballspielen und Reiten.
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Eva-Maria
Gumpenberger
Assistentin Personal & PR
Telefon: +43(0)6415/7101-2218
E-Mail:
evamaria.gumpenberger@kh-schwarzach.at
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Im KH Schwarzach ist die Zahl schwerer Kopfverletzungen nach Skiunfällen
vor allem bei Kindern glücklicherweise rückläufig.
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Bildquelle: KH Schwarzach
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Primar Dr. Franklin Genelin, Leiter der Unfallabteilung im Krankenhaus
Schwarzach: "Ich empfehle das Tragen von Helmen auf jeden Fall."
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