Presseaussendung des KH Schwarzach                                                       

Krankenhaus Schwarzach setzt Energiekonzept um

- Heuer erstmals kein Öl eingesetzt, Wiedergewinnung von Wärmeenergie

- Wärmepumpen, Blockheizkraftwerk und Fernwärme mit Bioenergie

- Nachhaltige Verbesserungen in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht

(04.11.2008, Schwarzach/Salzburg) - Das Krankenhaus Schwarzach hat mit großem Erfolg ein langfristiges, umweltfreundliches Energiekonzept realisiert. Das Spital im Salzburger Pongau setzt auf Wärmepumpen, ein eigenes Blockheizkraftwerk und Fernwärme mit Bioenergie - seit dem heurigen Jahr wird komplett auf Öl verzichtet. Trotz stetig steigender Anforderungen im Haus stagniert der Gesamtaufwand an Energie.

Im Zuge des vierstufigen Krankenhaus-Ausbaus wurde die Energieversorgung immer wieder optimiert, um so eine nachhaltige Verbesserung in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht zu erreichen. "Wir haben schon Anfang der 90er Jahre einen Plan entwickelt, um den hohen Energieverbrauch im Krankenhaus möglichst in Grenzen zu halten", sagt Roland Pamminger, technischer Leiter im KH Schwarzach. Immerhin entspricht der Energieverbrauch des Spitals dem Bedarf von rund 700 durchschnittlichen Einfamilienhäusern.

"Noch bis ins Jahr 1994 wurde das Krankenhaus zu hundert Prozent mit Öl versorgt, seither haben wir zahlreiche einschneidende Umstellungen vorgenommen. 2006 verbrauchten wir noch 180.000 Liter Öl und heuer haben wir es sogar geschafft, uns völlig von dieser teuren und umweltbelastenden Energiequelle zu lösen", betont Pamminger.

Schrittweise unabhängig von Energielieferanten

Das Krankenhaus Schwarzach hat sich schrittweise unabhängig von Energieanbietern gemacht. Unter anderem wurden alle neuen und renovierten Gebäude besser isoliert, um durch Wärmedämmung Heizkosten zu sparen. Die beiden hauseigenen Wärmepumpen wurden im letzten Jahr modernisiert und sind während des Winters im Heizbetrieb. Die Ablufttemperatur aus den Lüftungsanlagen wird rückgeführt und erzeugt so wieder neue Energie.

Durch die Erneuerung stieg das Verhältnis von erzeugter zu eingesetzter Energie auf 4:1. "Im Sommer sorgen die Wärmepumpen für Warmwasser und Kühlenergie, die im Krankenhausbetrieb natürlich besonders wichtig ist", so Pamminger.

Hygiene im Krankenzimmer: Keine offenen Heizköper

Als zweite Energiequelle zur Gewinnung von Strom und Wärme dient ein eigenes Blockheizkraftwerk. Dieses wird im Heizbetrieb zur Abdeckung von teuren Spitzenleistungen genutzt. Interessant: "Einer der größten Verbraucher von Wärmeenergie im Schwarzacher Krankenhaus ist der Hubschrauberlandeplatz am Dach. Dieser muss im Winter rund um die Uhr eisfrei bleiben und benötigt dafür im Schnitt 160.000 Kilowattstunden pro Jahr", erklärt Technikchef Pamminger.

Als dritte Säule des Energiebezugs steht die Fernwärme mit Bioenergie zur Verfügung. Sie deckt im Winter den restlichen Wärmebedarf ab, im Sommer wird mit ihr das Warmwasser noch auf die im Krankenhaus geforderte Temperatur erhöht. Durch die Umstellung von Gaskesseln auf Fernwärme konnte eine weitere Einsparung erzielt werden.

Natürlich profitieren auch die Patienten vom Energiekonzept im Krankenhaus Schwarzach: So wurden die Zimmer und Behandlungsräume im gesamten Spital auf Wand- und Fußbodenheizung umgerüstet, es gibt keine offenen Heizkörper mehr. Dies führt zu einer erheblichen Verbesserung der Hygiene im ganzen Krankenhaus.


Rückfragehinweis:

Prok. Mag. Karl Söllhammer
Leiter Personal & PR
Telefon: +43(0)6415/7101-2225
E-Mail: karl.soellhammer@kh-schwarzach.at


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Realisierten ein langfristiges, umweltfreundliches Energiekonzept im KH Schwarzach (v.l.): Karl Obermaier (Geschäftsführer), Roland Pamminger (technischer Leiter) und Ernst Grünwald (Leiter Haustechnik)

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Im Zuge des vierstufigen Ausbaus des Krankenhauses Schwarzach wurde die Energieversorgung immer wieder optimiert und so eine nachhaltige Verbesserung in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht erreicht.

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