Presseaussendung des KH Schwarzach                                                       

US-Studie bestätigt Forderung nach striktem Rauchverbot in Lokalen

- Städtevergleich: Verbot in Gastronomie senkt Quote an jugendlichen Rauchern deutlich

- Schwarzacher Kinder- und Jugendarzt leitet Projekt "Kiss me smokefree"

- Am Samstag ist Weltnichtrauchertag

(29.05.2008, Schwarzach/Salzburg) - Am Samstag, dem 31. Mai, ist Weltnichtrauchertag. Dr. Josef Riedler, Leiter des Kinder- und Jugendspitals im Krankenhaus Schwarzach, ist einer der engagiertesten Verfechter des Raucherschutzes in Österreich und verweist auf eine aktuelle Studie aus den USA, die interessante Ergebnisse zum Thema Tabakbeschränkungen in der Gastronomie erbrachte.

Im Rahmen einer Studie von Siegel et al (Pediatr Adolesc Med, Mai 2008) wurden im US-Bundesstaat Massachusetts mehr als 300 Städte mit einander verglichen. Das Ergebnis war deutlich: Dort, wo ein striktes Rauchverbot in Lokalen und Gaststätten herrscht, fangen 40 Prozent weniger Jugendliche mit dem Rauchen an als in den Orten, wo der Zigarettenkonsum erlaubt ist - selbst wenn dafür geschlossene Raucherbereiche eingerichtet sind.

"Es ist eigentlich das Gleiche wie mit den Raucherzimmern an Schulen", erklärt Riedler. "Gibt es eine Gelegenheit zum Rauchen, wird diese auch in Anspruch genommen. Und leider meinen die jungen Leute ja gerade dort die vermeintlich 'coolen Typen' anzutreffen. Ein striktes Rauchverbot führt hingegen dazu, dass Kinder und Jugendliche einfach generell weniger mit dem Thema in Kontakt kommen - dadurch wird der Zigarettenkonsum auch nicht so sehr als 'normal' hingenommen."

Österreich: 50 Prozent der Berufsschüler rauchen

Der Arzt am Schwarzacher Krankenhaus sieht die aktuelle Neuregelung in Österreich zwar als einen positiven Schritt, er plädiert aber trotzdem für ein striktes Rauchverbot in Lokalen und an allen öffentlichen Plätzen. "Wir haben selbst seit Kurzem auch im Außenbereich vor und rund um unser Kinderspital ein striktes Rauchverbot durchgesetzt. Denn gerade vor den Eingängen haben sich die Jugendlichen immer wieder zu anderen gesellt, um sich eine Zigarette anzuzünden. Jetzt sind wir rauchfrei und sogar unsere rauchenden Mitarbeiter sind froh, denn sie konnten seither ihren Tabakkonsum einschränken."

Österreich liegt in der Rate jugendlicher Raucher übrigens im europäischen Spitzenfeld, mit 50 Prozent besonders hoch ist die Quote unter den Berufsschülern. Für diese Zielgruppe hat Riedler vor zwei Jahren das Projekt "Kiss me smokefree" ins Leben gerufen. "Unser Ziel ist es, junge Nichtraucher zu motivieren, gar nicht mit dem Tabakkonsum zu beginnen und Rauchern beim Ausstieg zu helfen", so der Schwarzacher Kinder- und Jugendarzt. Mehr Infos dazu im Internet unter: www.kissme-smokefree.eu


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Prok. Mag. Karl Söllhammer
Leiter Personal & PR
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E-Mail: karl.soellhammer@kh-schwarzach.at


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Dr. Josef Riedler, Leiter des Kinder- und Jugendspitals im KH Schwarzach, sieht sich durch die US-Studie bestätigt. Er fordert striktes Rauchverbot in Lokalen und an öffentlichen Plätzen.

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