Presseaussendung des KH Schwarzach                                                       

Lichtblick für Hämmorrhoiden-Patienten: Schmerzarme Operation in Schwarzach

- 50 Prozent der österreichischen Bevölkerung einmal im Leben betroffen

- Spezialist Dr. Franz Messenbäck arbeitet nach der speziellen "Longo-Methode"

- Praktisch keine Schmerzen, Heilungsphase um zwei Monate verkürzt

(27.02.2008, Schwarzach/Salzburg) - Sie gelten als Tabuthema, man spricht nicht gern darüber - und dennoch sind 50 Prozent der österreichischen Bevölkerung quer durch alle Altersschichten mindestens einmal in ihrem Leben davon betroffen: Hämorrhoiden. Ihre operative Entfernung gilt gemeinhin als blutig und schmerzhaft, im Krankenhaus Schwarzach in der Nähe von Salzburg wird jedoch eine besondere Operationsmethode angewandt, die Schmerzen nahezu gänzlich vermeidet und auch in der Zeit danach keine unangenehmen Pflegemaßnahmen erfordert.

"Allein in unserem Haus behandeln wir jedes Jahr rund 60 Patienten mit Hämorrhoiden, treffen kann dieses Leiden jedermann - und auch jede Frau, gerade oft nach einer Schwangerschaft", erklärt Dr. Franz Messenbäck, Leiter der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Schwarzach. Der Arzt operiert seit genau zehn Jahren nach der sogenannten Longo-Methode. Die Schmerzen sind nach dieser Operation vernachlässigbar gering, sie ist nahezu unblutig und pflegerische Maßnahmen danach sind kaum erforderlich.

Longo-Methode: Nur unempfindliche Schleimhaut wird entfernt

Beeindruckend ist die völlige postoperative Beschwerdefreiheit mancher Patienten, die mit großen vorgefallenen und blutenden Hämorrhoiden zur Operation gekommen sind. Das Geheimnis dieser Methode, die nach ihrem "Erfinder", dem italienischen Arzt Dr. Antonio Longo, benannt wurde: "Die Hämorrhoiden werden nicht wie bei der konservativen Operation weggeschnitten, es wird lediglich ein zwei bis drei Zentimeter breiter Streifen aus der schmerz-unempfindlichen Mastdarmschleimhaut entfernt", so Dr. Messenbäck.

Diese Vorgehensweise unterbricht die Blutzufuhr zu den "Hämorrhoidalknoten", vorgefallenes Gewebe wird paraktisch "geliftet". Heftige Schmerzen und eine langwierige Heilungsphase werden vermieden. Bis zu zwei Monate weniger dauert diese bei Patienten, die nach der Longo-Methode operiert werden.

200 Chirurgen lernten schon in Schwarzach

Franz Messenbäck hat diesen revolutionären Eingriff zum ersten Mal bei einem Medizinerkongress im Februar 1998 in Schweden kennen gelernt. Der Arzt am Krankenhaus Schwarzach war dann der erste, der nach dieser Methode in Österreich operierte. Inzwischen kommen interessierte Chirurgen - unter anderem sogar aus Japan - zu ihm in den Salzburger Pongau, um sich die Longo-Operation von ihm in Workshops erklären zu lassen.

Messenbäck hat mittlerweile über 800 Hämorrhoiden-Patienten nach Longo behandelt, bei bemerkenswerten 95 Prozent der Fälle kommt es zu überhaupt keinen Komplikationen. "Wichtig ist ein gutes Fingerspitzengefühl des Chirurgen", betont Messenbäck, der die beste Hämorrhoiden-Therapie aber immer noch in der Vorbeugung sieht. Ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr sorgen für eine ungestörte Darmtätigkeit - auch bei chronischer Verstopfung oder Druckerhöhungen im Bauchraum, wie sie bei Schwangerschaften vorkommen können. Auch dauerhaft falsche Ernährung und angeborene Bindegewebsschwächen gelten als Hauptursachen für die Entstehung von Hämorrhoiden.


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Prok. Mag. Karl Söllhammer
Leiter Personal & PR
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Dr. Franz Messenbäck, Leiter der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Schwarzach, operiert nach der Longo-Methode.

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Mit Hilfe eines Klammernahtgerätes wird überschüssiges Gewebe in einem schmerzfreien Bereich des Mastdarms entfernt.

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